Zusammenstellung der DRG-bezogenen Anträge und der Anträge zur Änderung der Liste der in der Medizinischen Statistik erfassbaren Medikamente und Substanzen aus dem Antragsverfahren zur Weiterentwicklung des SwissDRG-Systems




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Antragsnummer
Status
Antragsberechtigte Partnerorganisation
Antragsstellende Organisation/Institut
Problembeschreibung Konkreter Lösungsvorschlag
A12-0001 Umgesetzt FMH Schweizerische Neurologische Gesellschaft In der DRG B76A sind alle Anfälle mit komplexer Diagnose und Therapie zusammengefasst. Die klinischen Behandlungspfade dieser breit gefassten Gruppe unterscheiden sich deutlich, was sich in einer grossen Heterogenität dieser Gruppe (vgl. Varianz-Koeffizient) bemerkbar macht. Um eine geringere Varianz und grössere Kostenhomogenität zu erreichen, wird die Unterteilung dieser DRG vorgeschlagen. Me... Damit die DRG B76A gesplittet werden kann, gilt es in einem ersten Schritt die Tabellen neu zu definieren. Das erfordert die neue Berücksichtigung von CHOP-Kodes, das Verschieben von CHOP-Kodes und das Streichen von CHOP-Kodes. Es wird vorgeschlagen drei neue Tabellen anzulegen.

Neue Berücksic...
A12-0002 Umgesetzt FMH Schweizerische Gesellschaft für Viszeralchirurgie Eingriffe an Dünn- und Dickdarm welche in der DRG G02Z kodiert wurden, sind sehr häufige viszeralchirurgische Eingriffe. Gemäss bestehender Gruppierung mit dem Swiss DRG Grouper 2.0 fallen sowohl Patienten mit einer Peritonitis/Perforation Darm wie auch Patienten mit sekundären bösartigen Neubildungen unter diese DRG. Daten aus der Universitätsklinik für Viszerale Chirurgie und Medizin am Insel... Differenzierung (Split) der DRG G02Z in G02A/B/C

DRG G02A mit den ICD K63.1, K65.0, K65.8, K65.9 und oder einem PCCL Wert >3

DRG G02B mit den ICD C78.6 und C78.7.

DRG G02C Aufgrund der erheblichen Kostendifferenz beantragt die Schweizerische Gesellschaft für Viszeralchirurgie einen Al...
A12-0004 Umgesetzt FMH Schweizerische Gesellschaft für Viszeralchirurgie Eingriffe am Rektum welche in der DRG G16A kodiert wurden, sind häufige viszeralchirurgische Eingriffe. Gemäss bestehender Gruppierung mit dem Swiss DRG Grouper 2.0 fallen sowohl Patienten bei welchen eine Leberbiopsie oder eine Leberteilresektion durchgeführt wurde unter diese DRG. Daten aus der Universitätsklinik für Viszerale Chirurgie und Medizin am Inselspital Bern sowie aus der Universitä... Wir schlagen vor, dass die folgenden CHOP Kodes 50.12, 50.14 und 50.21 aus der DRG G16A ersatzlos gestrichen werden.
A12-0007 Abgelehnt H+ Spital: Klinik Barmelweid AG Die DRG E63Z umfasst derzeit unselektioniert das gesamte Spektrum respiratorischer schlafassoziierter Störungen unabhängig von der Ätiologie und Komplexizität der Erkrankung und dem Aufwand der Beamtungstherapie.
Dadurch werden obstruktive Atemstörungen denjenigen respiratorischen Erkrankungen gleichgesetzt, welche einer dringenden und kosten- und personalintensitiven Therapie unter kardiores...
Die bestehende DRG E63Z "Schlafapnoesyndrom oder kardiorespiratorische Polysomnographie bis 2 Belegungstage" soll gesplittet werden nach dem Kriterium, ob die Prozedur 93.90.2x (Bi-PAP) codiert wird oder nicht. Die neue DRG, in welche durch den Prozeduren-Code 93.90.2x gesteuert wird, soll ein hö...
A12-0008 Umgesetzt H+ Spital: UniversitätsSpital Zürich Rituximab (Handelsname MabThera®, Fa. Roche) ist ein chimärer monoklonaler Antikörper, der als Arzneistoff in der Krebsimmuntherapie beispielsweise bei der Behandlung von malignen Lymphomen eingesetzt wird und sich gegen das das Zelloberflächenmolekül CD20 richtet, welches sich zum Beispiel bei einem Teil der Non-Hodgkin-Lymphome nachweisen lässt . Es ist in der Schweiz seit 1997 zugelassen. Zw... Einführung eines Zusatzentgeltes für Rituximab für die Therapie mti diesem bewährten Medikament in sämtlichen Bereichen, in denen es in der Schweiz zugelassen ist.
A12-0009 Umgesetzt H+ Spital: UniversitätsSpital Zürich Das Präparat Vfend (Wirkstoff: Voriconazol) ist ein Breitspektrum-Triazol-Antimykotikum indiziert für durch empfindliche Organismen hervorgerufene Infektionen wie:

- Behandlung der invasiven Aspergillose.
- Behandlung der Candidämie bei nicht-neutropenischen Patienten
- Behandlung von Fluconazol-resistenten, schweren invasiven Candida-Infektionen
- Behandlung schwerer Pilzinfektionen, he...
Einführung eines Zusatzentgeltes für Vfend/Voriconazol

Dieser Antrag und die entsprechenden Angaben zu Indikation, Behandlungskosten und inhomogene Verteilung auf unterschiedliche Fallgruppen gelten in vergleichbarer Weise ebenfalls für die Antimykotika:

- Micafungin
- Anidulafungin
- ...
A12-0011 Abgelehnt H+ Spital: UniversitätsSpital Zürich Bei einer akuten Abstossungsreaktion eines Nierentransplantates (ICD T86.10) darf gemäss ICD Katalog das akute Nierenversagen nicht gesondert erfasst werden, sondern ist im oben genannten ICD Code bereits enthalten. Massgeblich für den mit einer Hospitalisation bei oben genannter Diagnose verbundenen Aufwand ist aber eher Art und Umfang des Nierenversagens.

Die alleinige Kodierung des ICD C...
Zumindest durch die Erfassung von Hämodialysen (z.B. CHOP 39.95.10) sollte auch bei alleiniger Kodierung von T86.10 die DRG A60A angesteuert werden. Ansonsten wird der Fall bei akutem Nierenversagen nach Transplantation mit Immunsuppression etc. deutlich schlechter bewertet, als ein Fall mit akut...
A12-0012 Umgesetzt H+ Spital: UniversitätsSpital Zürich Die Abklärungen von Patienten vor Lungentransplantationen an universitären Einrichtungen versursacht hohe Kosten, die durch die aktuell gültige Vergütung in den meisten Fällen nicht gedeckt ist. In der Planungsversion der Version 0.3 existierte hierfür die DRG A63Z (Evaluierungsaufenthalt vor Lungen- oder Herz-Lungentransplantation). Hierdurch war eine kostendeckende umfangreiche Abklärung in v... Wiedereinführung der DRG A63Z bzw. einer vergleicharen DRG für die Evaluation vor Lungen- bzw. Herz-Lungen-Transplantationen.
A12-0013 Umgesetzt H+ Spital: UniversitätsSpital Zürich Einige im klinischen Alltag bei stationären Patienten verwendete und über kosteninhomogene Fallgruppen gestreute Medikamente sind noch nicht in der Liste teurer Medikamente (Erhebung 2012) enthalten. Die nachfolgend genannten Medikamente gehören dazu. Wir beantragen die Neuaufnahme in die Liste teurer Medikamente für die Erhebung 2012/2013.

Neuaufnahme eines Medikaments / Substanz: L03AA02 FIlgrastim (Neupogen), G02CX01 Atosiban (Tractocile), L01XC11 Ipilimumab (Yervoy), L01XE15 Vemurafenib (Zelboraf), L01AX04 Dacarbazin (Dacin®)., L01XD05 Foscan (Temoporfin), J01DH02 Meropenem (z.B. Meronem), L04AC06 Mepolizumab (Anti-IL-5, Bosatria), L04AA26 Belimumab (Anti-Blys-BAFF, Benlysta), L04AC04 Rilonacept (IL1-Trap, Arcalyst), N03AX14 Levetiracetam (Keppra, Rivoleva, div. Generika), J01MA12 Levofloxacin, J01AA12 Tigecyclin, J01DI01 Ceftobiprol (Zevtera®), J02AX01 Flucytosin

Streichen eines Medikaments / Substanz:

A12-0014 Umgesetzt H+ Spital: Kantonsspital Aarau Für die Behandlung onkologischer Erkrankungen kommen neue Medikamente zur Anwendung, die nachfolgend aufgeführt sind: Gefitinib, Abirateron, Plerixafor.
Für die Behandlung der chronischen Hepatitis C sind neue Medikamente verfügbar, welche in Kombination mit Peginterferon/Ribavirin den Therapiererfolg deutlich erhöhen. Dies sind: Boceprevir, Telaprevir.
Diese Medikamente sind kostenintensiv.
Aufnahme der Medikamente in die Med. Statistik

Neuaufnahme eines Medikaments / Substanz: J05AE11 Telapravir (Incivo), J05AE Boceprevir (Victrelis), L01XE02 Gefitinib (Iressa), L02BX03 Abirateron (Zytiga), L03AX16 Plerixafor (Mozobil)

Streichen eines Medikaments / Substanz: B01AE02 Lepirudin (Refludan)

A12-0015 Umgesetzt H+ Spital: UniversitätsSpital Zürich Bevacizumab (Avastin, Roche)

Indikationen:
- Metastasiertes Kolon- oder Rektumkarzinom
- Metastasiertes Mammakarzinom
- Fortgeschrittenes, metastasiertes oder rezidivierendes nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC)
- Fortgeschrittenes und/oder metastasierendes Nierenzellkarzinom
- Glioblastom (WHO Grad IV)
- Ovarialkarzinom

Bei Preisen von bis zu 2177.80 sFr. je Durchstechflas...
Einführung eines Zusatzentgeltes für die Behandlung mit diesem Medikament für sämtliches Bereiche, in denen es in der Schweiz zugelassen ist.
A12-0016 Umgesetzt H+ Spital: UniversitätsSpital Zürich Cetuximab (Erbitux, Merck)

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten (siehe Kompendium)
Behandlung von Patienten mit EGFR (epidermal growth factor receptor) exprimierendem metastasiertem Kolorektalkarzinom mit KRAS Wildtyp:
– in Kombination mit FOLFIRI oder FOLFOX;
– als Monotherapie, wenn eine Therapie auf Oxaliplatin- und Irinotecan-Basis versagt hat oder eine Irinotecan Intoleranz vorliegt....
Einführung eines Zusatzentgeltes für die Behandlung mit diesem Medikament für sämtliches Bereiche, in denen es in der Schweiz zugelassen ist.
A12-0017 Abgelehnt FMH Schweizerische Fachgesellschaft für Geriatrie (SFGG) Swiss-DRG Grouper steuert bei CHOP-Code 93.89.90 (geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung mind. 7 Behandlungstage und 10 Therapieeinheiten) keine geriatrischen Komplexbehandlungs-DRG an. Der CHOP-Code 93.89.90 ist bei geriatrischen Komplexbehandlungs-DRG's (B44, E42, F48, G14, G52 I34, I41, K44, L44, U40) zu berücksichtigen
A12-0018 Abgelehnt FMH Schweizerische Fachgesellschaft für Geriatrie (SFGG) DRG-Grouper berücksicht den erhöhten Kostenaufwand bei geriatrisch frührrehabilitativer Komplexbehandlung von mind 21 Tagen und 30 Therapieeinheiten (CHOP-Code 93.89.92) nicht bei geriatrisch frührehabilitativer Komplexbehandlung im CHOP-Code 93.89.92 (Behandlungsdauer mind. 21 Behandlungstage) sollten die spezifischen geriatrischen DRG's (B44, E42, F48, G14, G52, I34, I41, K44, L44, U40) mind. eine Stufe höher sein (anstatt "Z" -> "D" - "A")
A12-0019 Weitergeleitet H+ Spital: UniversitätsSpital Zürich Aufgrund der aktuellen Kodierrichtlinien (Version 2012, Kapitel G52 a Hauptdiagnose) ist "Derjenige Zustand, der am Ende des Spitalaufenthaltes als Diagnose feststeht und der der HAUPTANLASS für die Behandlung und Untersuchung des Patienten war" als Hauptdiagnose auszuwählen. Nach unserer Auffassung (die analog in dieser Form im G-DRG System Geltung hat) sollte die Hauptdiagnose nur eine Diagno... Strikte Auslegung der WHO-Definition wie in den Kodierrichtlinien genannt. Der Hauptanlass für eine Behandlung oder Untersuchung muss bei Eintritt vorhanden sein. = Übernahme der G-DRG Definition.
A12-0020 Abgelehnt H+ Spital: UniversitätsSpital Zürich Bei der intraarteriellen Radiorezeptortherapie mit DOTA-konjugierten Somatostatinanaloga handelt es sich um ein neuartiges und teures Verfahren, welches im System 2011/2013 nicht abrechnungsrelevant ist. Dies hat zur Folge, dass die Patienten, bei denen dieses Verfahren angewandt wird, regelmässig nicht kostendeckend behandelt werden können. Schaffung einer neuen DRG für die Therapie mit intraarterieller Radiorezeptortherapie mit DOTA-konjugierten Somatostatinanaloga oder alternativ eines Zusatzentgeltes für diese Leistung entsprechend G-DRG System.
A12-0021 Umgesetzt H+ Spital: UniversitätsSpital Zürich Eine kombinierte Nierentransplantation mit Inselzelltransplantation (Langerhans-Zellen) klassiert in eine tiefer bewertete SwissDRG als die Nierentransplantation alleine, da das entscheidenene Splitkriterium aktuell die Inselzelltransplantation darstellt. Es handelt sich hierbei um einen komplizierten kombinierten Eingriff, der höhere Fallkosten verursacht, als eine isolierte Nierentransplanta... Kombinierte Nieren-Inselzelltransplantation mindestens wie eine alleinige Nierentransplantation klassieren oder eine separate DRG einführen mit höheren CW als die alleinige Nierentransplantation.
A12-0022 Abgelehnt H+ Spital: UniversitätsSpital Zürich Teures Medikament: Bosentan (Tracleer)

Behandlungsindikationen:
- Behandlung von Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) bei Patienten der WHO-Funktionsklasse II–IV.
- Reduktion der Anzahl neuer digitaler Ulzerationen bei Patienten mit systemischer Sklerose mit aktiver digitaler Ulzerationserkrankung.

Bei Packungspreisen von 4413.80 sFr. und heterogener Verteilung dieses M...
Einführung eines Zusatzentgeltes für die Behandlung mit diesem Medikament für sämtliches Bereiche, in denen es in der Schweiz zugelassen ist. Die Kosten für dieses Medikament wurden im Erhebungsverfahren 2011/2012 bereits erfasst.
A12-0023 Abgelehnt H+ Spital: UniversitätsSpital Zürich Das Medikament Foscarnet steht bereits auf der Liste der Erhebung 2011/2012.

Indikationen für den Einsatz sind u.a.:
- Induktionstherapie und Erhaltungstherapie bei augenlichtbedrohenden Erkrankungen durch Cytomegalovirus (CMV) bei Patienten mit AIDS.
- Induktionstherapie (3× 40 mg/kg/Tag) bei immunge­schwächten Patienten mit klinisch oder labormässig dokumentierter Aciclovir-resistenter ...
Einführung eines Zusatzentgeltes für die Behandlung mit diesem Medikament für sämtliches Bereiche, in denen es in der Schweiz zugelassen ist.
A12-0024 Abgelehnt H+ Spital: UniversitätsSpital Zürich Das Medikament Valganciclovir steht bereits auf der Liste teurer Medikamente der Erhebung 2011/2012.

Indikationsgebiete sind:
- Induktionstherapie einer aktiven CMV-Retinitis bei Patienten mit erworbenem Immundefizienzsyndrom (Aids) deren Sehvermögen gefährdet ist.
- Bei Patienten mit Aids zur Erhaltungstherapie nach Abschluss der Induktionsbehandlung sowie für die Therapie einer inakti...
Einführung eines Zusatzentgeltes für die Behandlung mit diesem Medikament für sämtliches Bereiche, in denen es in der Schweiz zugelassen ist.